Licht ist ein Erfolgsfaktor! Nutzen Sie es optimal?

Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz beeinflussen die Gesundheit und Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter genauso wie ein ergonomischer Arbeitsplatz. Eine Bestandsaufnahme und eventuelle Neugestaltung Ihrer Arbeitsräume lohnen sich daher mehrfach. Nutzen Sie die Vorteile von abgestimmter Beleuchtung für Ihr Unternehmen?

DIE BEDEUTUNG VON BELEUCHTUNG

Der Mensch benötigt Licht. Nicht nur um seine Umwelt wahrzunehmen und in ihr zu agieren, sondern auch um fit zu bleiben. Natürlich ist der Einfluss des Lichts auf den menschlichen Organismus bekannt und erforscht – Licht wirkt sowohl durch seine Helligkeit als auch durch die Zusammensetzung seines Farbspektrums. So werden etwa in der Medizin Lichttherapien zur Behandlung verschiedenster Krankheiten genutzt.

Was dies für eine gesunde und intelligente Ausleuchtung von Arbeitsräumen bedeuten kann, wurde vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation mit der Studie „LightWork“ erforscht. Dabei wurden Arbeitsräume mit unterschiedlichen LED-Beleuchtungssystemen ausgestattet. Nutzer dieser Räume konnten die Lichtqualität individuell nach Beleuchtungsstärke, Lichttemperatur und Farbanteilen regeln. Dies brachte konkrete Hinweise auf bessere und gesündere Formen der Beleuchtung, die sich zunächst einfach in diese zwei Faktoren unterteilen lassen …

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FAKTOR 1 – DIE LICHTSTÄRKE

Kurz vorab die physikalische Erklärung: Die Lichtstärke ist nach SI (internationales Einheitssystem) definiert mit Lux als Maß des Lichtstromes in Lumen (lm), der auf eine Fläche in Quadratmeter fällt; die Einheit ist also lm/m².

Die Arbeitsstättenverordnung empfiehlt…

  • Für die Arbeit am Schreibtisch eine Lichtstärke von 500 bis 700 Lux.

  • Für filigrane Arbeiten, wie das Erstellen von technischen Zeichnungen, sollten es mindestens 700 Lux sein.

  • Und für Menschen ab 50 Jahren gilt eine Beleuchtungsstärke von mindestens 800 Lux am Arbeitsplatz. Warum? Ältere Augen brauchen schlichtweg mehr Licht für die Erfüllung der gleichen Sehleistung.

Doch wie hell sind 700 Lux? Ein wolkenloser Sommertag kann eine Lichtstärke von 100.000 Lux haben, wobei ein trüber Novembertag gerade mal bei 6000 Lux liegt.

FAKTOR 2 – DIE FARBTEMPERATUR

Die Farbtemperatur wird in K für Kelvin angegeben. Je kleiner die Zahl, desto wärmer das Licht – hier spricht man von einer warmen Farbtemperatur. Im Umkehrschluss wird das Licht immer kälter je größer die Zahl, die vor der Einheit Kelvin steht.

Oft wird die Farbtemperatur in folgende drei Bereiche unterteilt:

  • Warmweißes Licht, zwischen 2000 und 3500 Kelvin, steht für Wärme und Gemütlichkeit

  • Neutralweißes Licht, zwischen 3500 und 5000 Kelvin, ist ein Gemisch aus warmen und kalten Farbanteilen

  • Kaltweißes Licht, beginnend bei 5000 Kelvin aufwärts, wird oft für die Beleuchtung von Fabrikhallen oder hell ausgeleuchteten Geschäften verwendet


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LICHT NACH TAGESZEIT UND JAHRESZEIT

Doch wie viel und welche Art von Licht benötigen Menschen innerhalb eines Jahres?

Die „LightWork“ Studie kam zu folgenden Erkenntnissen:

  • Im Sommer wird tagsüber kaltweißes Licht, also Licht ab 5300 Kelvin, und erst am Abend warmweißes Licht zwischen 2000 und 3300 Kelvin bevorzugt.

  • Im Winter wird bereits am frühen Nachmittag warmweißes Licht bevorzugt verwendet.

  • Doch auch das generelle Bedürfnis nach Licht ist im Winter enorm angestiegen. So war die Leuchtdauer im Winter 80 Prozent höher als die Gesamtleuchtdauer eines Jahres.

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TIPPS ZUM RICHTIGEN AUSLEUCHTEN

Mit folgenden Tipps stellen Sie eine optimale Ausleuchtung der Arbeitsräume her:

  • Je weniger natürliches Tageslicht durch Fenster in Räume fällt, umso höher muss der qualitative Anteil von "Tageslicht" in verwendeten Leuchtmitteln sein. Neben Deckenlampen kommt hier der gekonnte Einsatz von Schreibtischlampe und Stehlampe zum Tragen. Dies fördert den richtigen Mix von direkter und indirekter Beleuchtung.

  • Nicht nur zur Steigerung von Wohlbefinden und Produktivität der Mitarbeiter, sondern auch aus Sicherheitsgründen sollte es keine schwach ausgeleuchteten Ecken und Winkel in Arbeitsräumen geben.

  • Eine besondere Beachtung muss die Beleuchtung rund um Bildschirmarbeitsplätze finden: Hier sollte der Platz immer so gewählt sein, dass Fensterlicht nie frontal oder von hinten auf den Arbeitsplatz fällt.

  • Durch Büromöbel, die keine spiegelnden Oberflächen haben, vermeiden Sie Blendungseffekte, die durch eine Reflektion von Lichtstrahlen entstehen könnte.

Es ist also ein Zusammenspiel aus einem optimal ausgeleuchteten Raum und einem individuell angepassten Arbeitsplatz.

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RÜCKEN SIE IHR BÜRO INS RECHTE LICHT

Ihr Büro ins „rechte Licht zu rücken“ ist gar nicht so schwer. Prüfen Sie die Verfügbarkeit von Tageslicht in Ihrem Office und gleichen Sie das Ungleichgewicht mit entsprechenden Decken-, Steh- und Schreibtischlampen aus.

Wie bereits erwähnt ist nicht nur die Ausleuchtung an sich, sondern auch die Farbtemperatur von Wichtigkeit. Passen Sie die Beleuchtung an Tages- und Jahreszeiten an, und unterstützen Sie damit den Biorhythmus Ihrer Mitarbeiter. So können alle gemeinsam in einer Atmosphäre arbeiten, die Ihre Leistungsfähigkeit unterstützt ohne Ihre Gesundheit zu gefährden.