Work Hard, Rest Hard! Erfolgreiche Unternehmen machen's vor

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„WORK HARD, REST HARD“

Wer kennt nicht das bleierne Gefühl, das sich nach einer anstrengenden Arbeitsphase in Kopf und Körper ausbreitet. Nun wird jeder weitere Arbeitsschritt zu einem großen Kraftakt und mag dennoch nicht so recht gelingen. Arbeitswissenschaftler raten daher zu regelmäßigen Arbeitspausen, um die individuelle Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Sie haben herausgefunden, dass eine Erholungsphase von maximal 20 Minuten alle eineinhalb Stunden ideal ist. Anschließend können Informationen wieder besser aufgenommen und verarbeitet werden.


Der Zusammenhalt von Mitarbeitern ist laut Psychology Today einer der stärksten Indikatoren für die Produktivität eines Unternehmens. 


Es wird empfohlen, in den freien Minuten eine andere Körperhaltung einzunehmen, Wasser zu trinken und von den Arbeitsaufgaben abzuschalten. Dafür bietet sich ein eigens eingerichteter Pausenraum an. Er ist zudem ein Ort des informellen Austauschs und fördert so das Gemeinschaftsgefühl unter Kollegen. Der Zusammenhalt von Mitarbeitern ist laut Psychology Today einer der stärksten Indikatoren für die Produktivität eines Unternehmens. 

 
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PAUSENREGELUNGEN UND ARBEITSRECHT

Arbeitspausen sind also sinnvoll – und gesetzlich vorgeschrieben: Das Arbeitszeitgesetz sieht bei einer Arbeitszeit von sechs bis neun Stunden eine Pause von 30 Minuten vor. Bei mehr als neun Stunden Arbeitszeit müssen mindestens 45 Minuten Pause eingehalten werden. Die Pausenzeit darf dabei in 15 Minutenblöcke unterteilt werden.

Nun bleibt die Frage, ob Pausenzeiten unbedingt in einem eigens dafür eingerichteten Aufenthaltsraum abgehalten werden müssen. Das Arbeitsschutzgesetz regelt dies im Anhang 4.2 der Arbeitsstättenverordnung: Ein Pausenraum muss dann eingerichtet werden, wenn die Sicherheit bzw. der Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer es notwendig macht oder mehr als zehn Mitarbeiter gleichzeitig tätig sind. Teilzeitkräfte mit weniger als sechs Stunden Arbeitszeit am Tag fallen aus dieser Berechnung heraus. Ebenso wenig müssen Mitarbeiter im Außendienst berücksichtigt werden. 

Unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes müssen in erster Linie die Arbeitsbedingungen betrachtet werden:

  • Muss eine einseitige Körperhaltung eingehalten werden? Gibt es kein Tageslicht am Arbeitsplatz oder herrschen dort Lärm, Kälte, Nässe bzw. Kundenverkehr? Dann ist ein separater Raum Pflicht.

  • Andererseits ist ein spezieller Aufenthaltsraum für die Pause keine Notwendigkeit, wenn der Arbeitsplatz selbst Erholung zulässt, wie es beispielsweise manchmal im Büro der Fall sein kann.

 
 

MEHR ALS NUR EIN PAUSENRAUM

Pausen gemäß Arbeitsschutzgesetz beugen übermäßiger Belastung vor. Ein Pausenraum sollte daher die bestmöglichen Bedingungen für Regeneration bieten. Je nach Struktur des Unternehmens und der Eigenschaften der Mitarbeiter kann der Aufenthaltsraum weitere Funktionen erfüllen: Rückzugsort, Treffpunkt, Küche, Kaffeebar, Gymnastikraum, Wohnzimmer, usw. Ein Liegesofa fürs Power-Napping macht ihn sogar zum Schlafzimmer auf Zeit. 

Für Schwangere ist ein Ort zum Füße hochlegen oft dringend notwendig, um sich bis zum Mutterschutz im Büro wohlzufühlen. Bieten Sie einen ruhiger Ort für stillende Mütter, kehren diese vielleicht schneller zur Arbeit zurück. Wenn Fachkräfte immer schwerer zu finden sind, ist es für Arbeitgeber unerlässlich, Anreize zum Verbleiben in der Firma zu schaffen. Wer hervorragende Leistung möchte, muss auch hervorragende Arbeitsbedingungen bereitstellen.

 
 
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Wer hervorragende Leistung möchte,

muss auch hervorragende Arbeitsbedingungen bereitstellen

 

EINRICHTUNG: VON DER KÜCHE BIS ZUM KICKER

Der Gesetzgeber gibt zur Einrichtung von Pausenräumen Minimalbedingungen vor:

  • Der Raum muss für alle Mitarbeiter während der Arbeit leicht zu erreichen sein und in einer gefahrenfreien Zone liegen.

  • Die Größe darf sechs Quadratmeter nicht unterschreiten, wobei für jeden pausierenden Mitarbeiter ein Quadratmeter zur Verfügung stehen muss.

  • Ebenso schreibt das Arbeitsschutzgesetz für jede Person eine Sitzgelegenheit mit Rückenlehne vor.

  • Ein separater Aufenthaltsraum ist vor allem dann nötig, wenn dies die einzige Möglichkeit zur Abschottung vor belastenden Umwelteinflüssen darstellt.

    • So dürfen weder Staub, Gerüche noch Geräusche von mehr als 85 Dezibel eindringen.

 

Erfolgreiche Unternehmen machen vor, wie Mitarbeiter am Arbeitsplatz verwöhnt werden können

So bietet Apple seiner Belegschaft beispielsweise einen dreistöckigen Kantinenbereich mit einer durchgehenden Glasfront zum hauseigenen Park an. Bei gutem Wetter öffnen sich die meterhohen Glastore und sorgen für frischen Wind in den heiß gearbeiteten Köpfen. Beim Emporkömmling Airbnb in Kalifornien gibt es eine voll ausgestattete Küche - inklusive Gourmetkoch. Tischtennisplatte und Yogastunden halten während der Pausenzeiten fit.

Eine derart großzügige Gestaltung des Pausenraumes ist sicherlich nicht überall möglich. Oft sind es die kleinen Ideen, die sich auf Arbeit großer Beliebtheit erfreuen. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter bei der Gestaltung ihres Pausenraums am besten selbst mitreden. Hier finden Sie Inspiration:

  • Möbel, die verschiedene Körperhaltungen zulassen (Sofa, Stehtisch, Gymnastikball, Hängesessel)

  • Pflanzen für ein gesundes und freundliches Raumklima

  • Bewegungsanreize: Wii Sports, Gymnastikmatten, Tischtennis, Kicker oder Sprossenwand

  • Küchenzeile für gemeinsames Kochen

  • Wasserspender oder Kaffeemaschine

Apples dreistöckiger Katinenbereich beeindruckt mit einer durchgehenden Glasfront

Apples dreistöckiger Katinenbereich beeindruckt mit einer durchgehenden Glasfront

 

ERFOLGSGEHEIMNIS PAUSENRAUM

Die Orte, an denen sich Menschen aufhalten, haben entscheidenden Einfluss auf ihr Wohlbefinden und ihren Umgang miteinander. In ideal eingerichteten Pausenräumen betreiben Mitarbeiter während der Pausenzeiten automatisch und unbewusst Teambuilding, tanken Kraft für die Arbeit und tun ihrer Gesundheit etwas Gutes.