Be clever, take a break! Meditation für mehr Brainpower

Meditation ist nicht nur was für Esoteriker. Konzerne wie SAP und Google haben dies längst begriffen. Denn wer „Om“ macht, macht auch „Ah!“ – kurzum, wer sich selbst und sein Handeln reflektiert, ist cleverer im Umgang mit alltäglichen Entscheidungen. Ohne selbstbestimmte Denkpausen schaltet unser Gehirn nämlich auf Autopilot. Innovative Ideen? Fehlanzeige. Für mehr Cleverness einmal weiterlesen …

Kurz erklärt: Was ist meditation?

Unter dem Begriff Meditation werden unterschiedliche Übungen zusammengefasst. Es ist das konzentrierte „Nichtstun“, aber auch aktive Tätigkeiten wie Yoga und Co gehören dazu. Nach dem Buddhismus und anderen fernöstlichen Lehren sollen Meditationsübungen den Geist und somit auch den Körper zur Ruhe bringen können.

Durch die bewusste Zuwendung der Gedanken auf einen Aspekt, einen Gegenstand oder eine Aussage (z. B. ein Mantra, ein meist positiv gestimmter Satz) wird der Fokus konzentriert von der breitgefächerten Gedankenflut des Alltags weggeführt. Doch auch in unseren Breiten hat das Meditieren einige Wurzeln und findet sich beispielsweise im konzentrierten Gebet wieder.

In unserem oft hektischen Alltag haben wir meist viele Dinge gleichzeitig im Kopf, wodurch sich Stress und innere Unruhe breitmachen können, welche wiederum die Konzentration und das Wohlbefinden stören. In der Meditation lernen wir, einen neuen Gedankengang oder eine Tätigkeit abseits der akuten Themenvielfalt zu wählen, der hilft, den Kopf von anstrengenden Themen zu befreien. Hierdurch kann der Kopf ebenso wie der Geist zur Ruhe kommen, effizient entspannen – ja, das meinen wir ernst – und sich erholen.

Somit bildet sich ein weitestgehend leerer, neuer (Gedanken-)Raum, in dem Alltagsaspekte mit hohen Ansprüchen wie Problemsituationen, Stress und Hektik mit einer geordneten, verbesserten Herangehensweise gelöst werden können.

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Studien der Universität Pennsylvania, der Brown Universität und der Universität Santa Barbara zeigen: Achtsamkeitsübungen verbessern die Konzentration, stärken die Schmerzresistenz und heben sogar die Stimmung.

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Was ist mein nächster Gedanke?

Wenn wir meditieren, sind wir im Hier und Jetzt. Es ist das Gegenteil vom Tagräumen, in dem wir unseren Gedanken freien Lauf lassen

Eine Denkpause für besseres denken

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Gerade im Office geht es schnell drunter und drüber: Termine müssen eingehalten, Projekte abgesprochen, sowie kleine wie große Aufgaben unter Zeitdruck erledigt werden. Bei so vielen anspruchsvollen Tätigkeiten kann die Konzentration schnell leiden und das Arbeiten geht nicht mehr so flüssig wie gewünscht von der Hand. 

Eine Meditationsübung unterbricht den Stress und die Hektik im Kopf mit Achtsamkeit für die eigenen Bedürfnisse wie eine Atempause mit langsamem Gehen nach einem intensiven (körperlichen) Sprint. Die Anspannung fällt langsam ab, der Körper beruhigt und erholt sich, um neue Energiereserven freizugeben. Somit kann die Meditationsübung eine kurze, aber effektive Pause darstellen, die neue Energie für das weitere, konzentrierte Arbeiten bietet.

Nach einer Studie von Wissenschaftlern aus dem Massachusetts General Hospital könnten schon 20 Minuten tägliche Meditation nachhaltige Effekte erzielen, die sich nicht nur auf die Arbeit, sondern auf das Wohlbefinden der Meditierenden im Allgemeinen auswirkt. Aus diesem Grund wird die Meditationspause von vielen achtsamen Menschen gerne genutzt und von modernen Unternehmen mit einem Augenmerk auf die gute Work-Life-Balance und New Work gefördert. 

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So einfach klappt’s mit der meditation im Büro

Ein ruhiger Ort

mit entspannter Atmosphäre, eine bequeme Sitz- oder Liegemöglichkeit – und schon kann die Atemübung, die Konzentrationsmeditation oder das Visualisieren umgesetzt werden.

Richten Sie hierfür beispielsweise einen Ruhebereich im Pausenraum mit gemütlichen Loungemöbeln, Sitzkissen und Teppichen ein. Ist eine Aufteilung des Pausenraumes, beispielsweise mit Schallschutzwänden nicht möglich, können Sie auch einen kleinen (jedoch bitte freundlichen) Nebenraum als alternativen Meditationsraum für die Auszeit zur Verfügung stellen.

Ein geräumiger Schrank im Seminarraum kann ebenfalls einige Sitzkissen oder weiche Teppiche bereithalten, die sich Ihre Mitarbeiter in Zeiten, in denen der Seminarraum nicht benötigt wird, mit wenigen Handgriffen herrichten können.

Die einfachste Variante

der Meditation für Anfänger ist eine schlichte Atemübung. Hierfür setzt sich der Meditierer bequem hin. Als Ideal gilt der Lotussitz. Nun wird die Konzentration mit geschlossenen Augen ausschließlich auf den Atem gelenkt. Langsames Einatmen durch die Nase und Ausatmen durch den Mund können von ruhigem Zählen begleitet werden. Je aufmerksamer der Luftfluss durch die Lunge und dessen Ausbreitung im Brustkorb beobachtet wird, desto entspannter wird der Körper. Diese Meditation kann für fünf oder auch fünfzehn Minuten abhängig vom eigenen Empfinden umgesetzt werden. Danach werden die Augen langsam wieder geöffnet. 

Die Mantrameditation

kann in gleicher Weise vorgenommen werden. Statt der Konzentration auf den Atem wird hierbei ein selbst festgelegtes Mantra während dem Ein- und Ausatmen stetig wiederholt. Dabei kann es sich um ein Wort, z. B. „Ruhe“, „Frieden“, „Freude“, handeln oder auch um einen kurzen Satz „Ich bin entspannt“, oder „Ich fühle mich glücklich“.

Das Mantra kann leise vor sich hingesprochen, geflüstert oder in Gedanken gesprochen werden. Nach einigen Minuten kann die Meditationsübung mit dem Mantra in die Atemübung übergehen, um anschließend beendet zu werden.

Das Visualisieren

erfordert ein wenig Fantasie und Vorstellungskraft. Ebenso wie bei den anderen Meditationsformen wird zunächst eine bequeme Sitz- oder Liegeposition eingenommen, die Augen werden geschlossen und der Atem fließt entspannt durch den Körper. Sobald etwas Ruhe einkehrt, stellt sich der Meditierende schöne Bilder vor, die man mit dem gewünschten Gefühl der Entspannung in Verbindung bringt.

Dies kann eine idyllische Landschaft im Grünen sein, eine Erinnerung an entspannte Urlaubstage oder ein anderes, angenehmes Erlebnis. Je konkreter die Vorstellungskraft das Bild und die damit verbundene Gefühlswelt aufrufen kann, desto effizienter wirkt die Entspannung – lassen Sie ihrer Fantasie freien Lauf! Auch beim Visualisieren gibt es keine vorgeschriebene Meditationszeit, doch sollten wenigstens 10 Minuten Zeit zur Verfügung stehen, um sich gedanklich optimal in die Entspannungsvorstellung hineinzufinden.


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Einfach ausprobieren

Nicht umsonst heißt es „Wer rastet, der rostet“. Beim Meditieren dürfen Sie sogar mal rasten und tun sich dabei gleichzeitig etwas Gutes.

Probieren Sie zusammen mit Kollegen und Kolleginnen auf der Arbeit aus, ob sich die Meditation – oder cool ausgedrückt „die Achtsamkeitspause“ – positiv auf Gemüt und Brainpower auswirkt.